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Warum blogge ich?

Warum sollte ich mich überhaupt der Öffentlichkeit mitteilen? Warum sollte ich nicht in meinem stillen Kämmerlein vor mich hin studieren? In diesem Beitrag erkläre ich dir, warum es sich für mich lohnt zu bloggen, zu vloggen und eine Onlinepräsenz aufzubauen, um Menschen zu helfen.

Diese Geschichte beginnt 2014. Ich hatte gerade meinen Rotary-Schüleraustausch in Istanbul hinter mir und stand plötzlich vor einem Problem:

Ich musste die elfte und zwölfte Klasse innerhalb eines Schuljahres bewältigen und ein Jahr später mein Abitur erfolgreich bestehen. Ich war fest entschlossen:

Ich möchte Psychologie studieren und Psychotherapeut werden.

Dafür brauchte ich gute Schulnoten.

Istanbul und Schule

Ich musste unheimlich viel Lernstoff nachholen. Mein Jahr in Istanbul war großartig. Einzig und allein schulisch habe ich in dieser Zeit nicht viel mitbekommen. Meine Türkischkenntnisse waren in den ersten Monaten nicht ausreichend, um den Lehrer*innen inhaltlich zu folgen.

Die Hausaufgaben meiner heimischen Waldorfschule aus Bielefeld habe ich selbstverständlich nicht bearbeitet.

Ein Jahr nichts für die Schule tun. Großartig!

Dieser Traum war im August 2014 vorbei. Zurück in Deutschland. Zurück im deutschen Schulsystem.

Die elfte Klasse habe ich aufgrund meines Auslandsaufenthalts inhaltlich gewissermaßen übersprungen. Ich wollte zurück in meine bisherigen Jahrgang und bin direkt in der zwölften Klasse wieder eingestiegen.

Die Lerninhalte der vorherigen Jahre habe ich nebenher aufgeholt. Dafür musste ich ne ganze Menge ackern und lernen. Trotz all meiner Bemühungen habe ich richtig schlechte Noten kassiert. Zumindest am Anfang.

Meine schulischen Leistungen wurden mit der Zeit immer besser und Richtung Abitur sogar auch richtig gut. Ich habe super viel zeit mit Lernen verbracht und super viel Anstrengung aufgewendet. Es war eine gute, aber auch eine sehr intensive Zeit.

Schlussendlich habe ich mein Abitur erfolgreich bestanden und einen sehr guten Schnitt erreicht. Jetzt konnte das Psychologiestudium endlich kommen. Ich habe mich entschieden mit meiner Freundin zusammen nach Saarbrücken zu ziehen. Hier konnten wir miteinander wachsen und studieren.

Mein Traum vom Psychologiestudium wurde wahr. Es gab da allerdings eine Sache…

Angst vorm Studium

Ich hatte furchtbar Angst davor, dass mein Studium noch viel anstrengender wird, als die intensive Zeit nach Istanbul. Im Vorfeld meines Studiums habe ich mich deshalb mit Lerntechniken und Lernmethoden auseinandergesetzt. 

Das hat mein Leben enorm verbessert. Das möchte ich teilen.

Tja, und da haben wir’s auch schon. Einen wichtigen Aspekt, warum ich mir vor circa einem Jahr einen öffentlichen Blog erstellt habe (dieser hier). Ich habe in der Vergangenheit schon mehrere Blogs geführt. Die waren aber meistens mit einem Passwort versehen und nur für Freund*innen und Familie gedacht. Nicht jeder konnte lesen, was ich zu sagen hatte.

Jetzt hat sich das geändert. Viele Blogposts sind online. Das Feedback war überwältigend!

Meine Botschaft: Keiner braucht mehr Angst vor dem Studieren haben, denn es gibt effektive Lerntechniken, die wahrscheinlich für jeden funktionieren.

Vor meinem Studium ist mir Oliver Geisselhart über den Weg gelaufen.

Inspiration: Oliver Geisselhart

Mein Bruder und ich haben ein Ticket für den BrainDay geschenkt bekommen, ein zweitägiges Event, bei dem Oli uns Gedächtnistechniken zeigen wollte.

Oli’s Seminar und sein Buch Best of Geisselhart° waren für mich der Türöffner, in die Welt der Lerntechniken. In diesem Buch ging es unter anderem darum, folgende Fragen zu klären.

  • Wie merkt man sich Gesichter?
  • Wie verbildert man Namen, Gesichter und Zahlen?
  • Wie merkt man sich alles, was man sich eben so im Alltag merken muss, insbesondere auch im Geschäfts- und Businessalltag.

Dank Oli habe ich mich auf die Reise zu effektiven Lernmethoden gemacht. Denn viele beliebte Lernmethoden verschwenden deine Zeit.

Ich hab ihn sogar einmal angerufen, als ich für die Biopsychologieklausur gelernt habe und ich so ein bisschen am verzweifeln war. Da hab ich ihn angerufen und gefragt: „Hey Oli, wie kann ich da besser mit diesen Lerntechniken umgehen und diese Verbilderungstechniken für mich gut nutzen?“

Da hat sich der liebe Oli eine halbe Stunde Zeit genommen, ist das mit mir am Telefon durchgegangen: 100% kostenfrei und selbstlos. Das war auf jeden Fall großartig. 

Ich hab allerdings auch gemerkt: Die Verbilderungstechniken alleine haben mich im Studium nicht vorangebracht.

Ich habe mich also weiter auf die Suche gemacht, nach effektiven Lernmethoden. 

Freiwilligendienst

Ich war zwischen Schule und Studium ein Jahr in der L’Arche à Brest mit dem ICE Freiwilligendienst. In dieser Zeit bin ich sehr gewachsen und habe eine Menge über’s Leben gelernt.

Falls du oder Freund*innen von dir, mit dem Gedanken spielen einen Freiwilligendienst zu machen, kann ich euch das sehr empfehlen! Insbesondere kann ich empfehlen, mal die herzlichen und super lieben Menschen vom ICE aus Dresden zu kontaktieren.

Achtung: Hier gehts nicht um den Zug. Wenn du wissen willst, worum es geht, dann geh einfach auf www.freiwilligendienst.de.

Inspiration: Ali Abdaal

Ein YouTuber und Blogger, der mich durch sein Schaffen damals wie heute geprägt hat, ist Ali Abdaal. Vielleicht kennst du Ali bereits. Er hat an der Universität von Cambridge Medizin studiert und ist mittlerweile Juniordoktor in Großbritannien.

Im Jahr 2018 hat Ali ein Video hochgeladen, das mein Leben verändert hat. Dieses Video hat mir wissenschaftlich fundierte Lerntechniken näher gebracht. Ali hat wissenschaftliche Evidenz präsentiert, einzelne Studien auseinandergenommen und die wichtigsten Grundprinzipien von Active Recall und Spaced Repetition dargelegt. Hier gehts zum Video von Ali:

Vielleicht kommt dir das auch ein bisschen bekannt vor.

Denn ja, das ist nichts anderes, als das, womit ich gewissermaßen meinen YouTube Kanal gestartet habe. Ich habe gemerkt, wie enorm mir diese Lerntechniken weitergeholfen haben.

In Deutschland kennen viele Menschen Lerntechniken wie Active Recall, Spaced Repetition oder die Loci Methode noch nicht. Das ist zumindest meine Erfahrung, basierend auf den ganzen Reaktionen und Kommentaren, die ich bekomme.

Ich habe Verbilderungstechniken gelernt und habe gemerkt: Damit alleine komme ich nicht weit genug. Demnach habe ich mein Repertoire erweitert und mich mit Active Recall, Spaced Repetition und Anki intensiv auseinandergesetzt.

Mein Herzensanliegen

Mein Herzensanliegen ist einfach:Ich möchte ganz klar machen: Es braucht keine acht stunden Studium am Tag, um eine 1,0 in deinem Bachelor zu bekommen oder eine 1,0 in deinem Master.

Du musst einfach nur wissen, wann und wie und wo du am besten lernst und was für dich am besten funktioniert. Dann ist das alles auch erreichbar, ohne, dass du die Klausurenphasen komplett deinem Studium opfern musst.

Wenn du rechtzeitig anfängst, mit dem Lernen, dann spielt dir die Spaced Repetition, (bzw. verteilte Wiederholung) in die Hände. So kannst du ganz entspannt studieren. Nutzt du dabei die effektivsten Lerntechniken, wie beispielsweise Active Recall, dann kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen.

Du musst deine Klausurphasen nicht komplett opfern! Du kannst einfach ganz entspannt jeden Tag ein bisschen was machen und kommst damit ziemlich erfolgreich und ziemlich entspannt durch dein Studium.

Ich möchte erzählen, warum es sich lohnt zu bloggen. Und mit bloggen meine ich immer, eine Onlinepräsenz aufzubauen, eine Community aufzubauen und einfach – ja, sich raus zu wagen.

Inspiration: Austin Kleon

Und ja, ein großer Punkt war das Video von Ali Abdaal, in dem er drei Bücher teilt, die sein Leben verändert haben. Eines dieser Bücher habe ich besonders gern: Austin Kleon’s Show Your Work!

Es geht darum, zu zeigen was man kann und auf sich aufmerksam zu machen, auf eine positive Art und Weise, die nicht irgendwie spammy ist. Hier mal kurz ein Zitat aus dem Buch:

„Gib was du hast, es mag für jemand Anderen, mehr sein als du vermutet hast.“

Henry Wadsworth Longfellow.

Ich liebe Henrys Aussage! Was für mich ganz normal ist, hilft jemand anderem vielleicht enorm weiter.

Austin Kleon beschreibt in Show Your Work!°, warum es sich lohnen kann, das Kuriositätenkabinett zu öffnen oder keine heimlichen Leidenschaften zu haben. Wenn dich das interessiert, kauf dir gerne sein Buch und lies mal rein.

Link zum Buch von Austin Kleon°

Dazu passend: Hast du schon mal von guilty pleasures gehört?

Guilty Pleasures?!

Guilty Pleasures sind Leidenschaften und Freuden, denen wir nachgehen, uns aber schuldig fühlen, weil wir eben das tun. Ein warmes Bad einnehmen, den ganzen Tag Netflix gucken oder Videospiele zocken. Wir fühlen uns schlecht, weil wir uns etwas Gutes tun.

In unserer Gesellschaft haben wir es anscheinend so verkorkst, dass wenn wir uns persönlich was Gutes tun, dass das immer schon guilty, also schuldbehaftet ist.

Stop mal kurz – ich finde: Das geht ja mal gar nicht klar!

Was ist mein Lebensziel? Ich möchte glücklich leben, bewusst leben und produktiv sein, in dem Sinne, dass ich die Dinge, die ich gerne mache, auch in einer gewissen Zeit geschafft bekomme.

Aber primär möchte ich glücklich leben. Ich möchte mich doch nicht schuldig fühlen, wenn ich mir was Gutes tue. Das sollte etwas wunderbares sein!

Ich oute mich hier ganz offiziell in einem Video als leidenschaftlicher Zocker und Gamer.

Hast du ein Hobby, welches du vor deinen Freund*innen, der Familie oder der Öffentlichkeit versteckst?

Ich lade dich ein. Nutze den Moment und teile jetzt dein Hobby mit anderen. Wenn du willst, nutze dafür die Kommentarspalte oder schick mir eine kurze Nachricht (Instagram, Email)

Steh‘ zu deinen Hobbys! Du wirst wahrscheinlich deutlich bewusster deinen Content konsumieren und glücklicher damit umgehen, wenn du dich einfach wohl damit fühlst.

Selbst wenn’s World of Warcraft spielen ist. Meine Güte! Ich habe auch World of Warcraft gespielt und ich werd’s vielleicht auch wieder tun. Schau’n wir mal.

Genieße deine Freuden und streich guilty pleasures aus deinem Wortschatz.

Community aufbauen

Mein langfristiges Ziel ist es, eine Community aufzubauen und wertvollen, hoffentlich hilfreichen Content zu liefern.

Es gibt so viele Menschen, die mir einfach berichtet haben, dass diese wissenschaftlich fundierten und effektiven Lernmethoden ihr Studium wirklich vorangebracht haben und denen einen Haufen Lebensqualität gebracht haben.

Vielleicht hast du’s schon gesehen – auf meinem Blog lautet das Motto:

Glücklich bewusst und produktiv leben – ja und was bedeutet das?

Okay, es ist es mir unglaublich wichtig, glücklich zu leben, und ich wünsche jedem, ich wünsche auch dir, dass du glücklich leben kannst. Ich möchte dir dabei helfen glücklicher zu leben als vielleicht vorher.

Angenommen dein Traum ist es Ärzt*in zu werden und du möchtest dein (Medizin)studium dafür natürlich möglichst erfolgreich gestalten. Dann möchtest du das vielleicht produktiv tun, in dem Sinne, dass du produktiv, bewusst das tust, was dich glücklich macht. Das du erfolgreich, viel lernst für dein Studium, womit du dein Leben bewusst führst und glücklich lebst.

In jeden Fall hast du die Wahl! Möchtest du jetzt ein Haufen Leistungen bringen oder möchtest du ganz entspannt vor dich hin leben und den Alltag genießen?

Du musst dich nicht entscheiden, du kannst erfolgreich studieren, du kannst Ärzt*in werden und du kannst entspannt Freund*innen treffen.

Das alles sollte kein Gegensatz sein. Du kannst glücklich sein und produktiv. Du kannst glücklich sein und nicht produktiv. Wie du willst, Hauptsache, dir ist bewusst, was du vorhast.

Oder grob, dass du dich vielleicht einfach treiben lassen möchtest.

Perspektivenwechsel

Ein Gedanke treibt mich an.

Wie schön wäre es, wenn Menschen auf mich zukommen und mich fragen:

  • „Hey Lasse! Möchtest du für mich arbeiten? Ich habe da dieses und jenes Projekt.“ – oder:
  • „Hey Lasse, wir hätten dich super gerne in unserem Unternehmen!“.

Dieser Gedanke ist bei mir wirklich hängen geblieben und einer meiner Antriebspunkte, warum ich online blogge und ich über meinen Schatten springe.

Ich bekomme unglaublich viel, unglaublich viel positives Feedback! Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, als ich meinen ersten Content hochgeladen habe. Das ist auch erst seit Januar 2021 so wirklich ernsthafter der Fall.

Ich war wirklich positiv überrascht und fast schon umgeworfen von diesen positiven Rückmeldungen auf meinen Newsletter, auf meinen Youtube Kanal und auf das Webdesign und die Inhalte meines Blogs.

Wenn du das alles noch nicht kennst: Alle Links findest du, indem du auf die Wörter klickst, die blau unterstrichen sind. Schau gerne vorbei, melde dich für den Newsletter an. Darin teile ich jeden Sonntag fünf punkte die mich in der vergangenen Woche beschäftigt haben, und mit denen ich hoffe, dein Leben zu bereichern.

So, dass du wirklich bewusster und produktiver leben kannst.

Freier Abruf

Ganz wichtig ist mir beim Bloggen, dass jeder Zugriff auf die Inhalte hat. Das sollte nicht abhängig vom Geldbeutel einer Person sein.

Denn wir wissen es glaube ich alle: Gerade für Studis ist es finanziell nicht so wirklich leicht. Für manche schon, für andere weniger…

Auf jeden Fall: All meine Inhalte, alle Basics und alle auch tiefer greifenden Inhalte sind kostenlos!

Es geht mir einfach darum Wert zu vermitteln, Wert weiterzugeben. Ich vertraue einfach darauf, dass früher oder später Wert an mich zurückkommt.

Ob das jetzt Kommentare sind, oder Menschen, die mir weiterhelfen im Job, Menschen, die mir in meinem persönlichen Leben weiterhelfen, oder auch einfach in Form von Geld.

Irgendwie wird sich schon was ergeben.

Ausblick & Abschluss

Ich möchte ein Community aufbauen. Ich möchte mit dir zusammen diesen Weg gehen, effektiv lernen, bewusst leben, glücklich leben.

Schauen wir mal, was noch so alles auf uns zukommt. Ich freue mich auf jeden Fall unglaublich, dass du dabei bist!

Vielen Dank fürs Lesen.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

Lasse

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